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Kärntner Menschenrechtspreis für DesignBuild Project „Impulshaus“ der FH Kärnten

Ein Zuhause für obdachlose Menschen

Das österreichische Bundesland Kärnten hat am 11. Dezember seinen Menschenrechtspreis verliehen. Einer der beiden Preisträger ist der Architekturstudiengang der FH-Kärnten. Das Team aus zehn Studierenden und drei Lehrenden wurde für sein DesignBuild Project „Impulshaus“ ausgezeichnet, das schwerst-obdachlosen Menschen ein Zuhause geben will.


Über fünf Semester hinweg entwickelten Studierende im Rahmen ihres Semesterprojekts bauliche Lösungsvorschläge sowohl für das einzelne Zuhause eines langzeitobdachlosen Menschen als auch Pläne für eine Gemeinschaftsanlage als Altenheim mit Hospiz für von Armut betroffene Menschen. Untersucht wurde dabei, welche baulichen Strukturen Personen, die viele Jahre ihres Lebens auf der Straße verbracht haben, als Zuhause für ihren letzten Lebensabschnitt annehmen können. „Hier entstand ein Projekt, das eine Teilnahme am gemeinsamen Leben, aber auch Rückzug in einen privaten Raum ermöglicht“, lobt Jurorin Astrid Roblyek. Das Gebäude soll leistbares Wohnen für Obdachlose ermöglichen und eine Alternative zu bisherigen Notunterkünften darstellen.


Modulare Architektur für Extremzustände

Kern des Impulshauses bildet eine zentrale Plattform, an welche die beidseits begehbaren rund zwölf Quadratmeter großen Wohnmodule und eine Sanitärzelle andocken. Die auf das Notwendige reduzierten Innenräume erhalten ihre Qualität dabei erst durch den Einbezug der angrenzenden unterschiedlichen Außenräume. In Dorfstruktur soll so künftig eine Art Altersheim aus 24 dieser Ein-Raum-Häuschen, Gemeinschaftseinrichtungen und ein Hospiz als Zuhause für den letzten Lebensabschnitt von obdachlosen Menschen errichtet werden. Im Rahmen des von der gemeinnützigen Sto-Stiftung unterstützten DesignBuild Projekts entstand bereits ein Prototyp des Gebäudes im Maßstab 1:1. „Wir gratulieren dem Impulshaus-Team von ganzem Herzen zu diesem großen Erfolg“, sagt Ralf Pasel, Stiftungsrat Architektur bei der Sto-Stiftung „Wir freuen uns sehr, die Studierenden bei diesem spannenden und wichtigen Projekt zu unterstützen.“


Ziel des Projektes ist zwar in erster Linie der Bau eines alternativen Wohnraumangebots für obdachlose Menschen in Klagenfurt. Doch das Konzept selbst – mit möglichst wenig und einfachen aber zugleich sehr sensibel gesetzten Mitteln, eine Architektur für Extremzustände menschlichen Lebens zu schaffen – birgt darüber hinaus das Potential, in anderen Krisensituationen zum Einsatz zu kommen, etwa bei der Erstellung von Flüchtlingslagern.


Bilder: Der Architekturstudiengang der FH-Kärnten wurden für sein DesignBuild Project „Impulshaus“ mit dem Kärntner Menschenrechtspreis ausgezeichnet.

Bildnachweis: Sto-Stiftung


Der Kärntner Menschenrechtspreis

Mit dem im Jahr 1993 vom Land Kärnten ins Leben gerufenen und mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Auszeichnung würdigt das Bundesland Kärnten herausragende Leistungen im Dienst der Menschenrechte oder Menschenrechtsaktivitäten, die in Kärnten umgesetzt werden.Über die Vergabe des Preises entscheidet eine vierköpfige Fachjury. Der Kärntner Menschenrechtspreis wird in den kommenden Jahren unter Bezugnahme auf die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) vergeben.

Sie haben Interesse an der Meldung? Die Word-Datei und das hochaufgelöste Bildmaterial finden Sie hier zum Download.


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